METHODIK
So rechnet der Wandfarbe-Rechner
Formeln, Annahmen und Rundung. Alle Berechnungen laufen in Ihrem Browser, nichts wird gespeichert oder übertragen. Stand: Oktober 2026.
Wandfläche
Im Modus „Raummaß“ (Länge × Breite × Höhe) sind die vier Wände Rechtecke mit den Breiten Länge, Breite, Länge, Breite und der gemeinsamen Höhe. Im Modus „Wände einzeln“ trägt jede Zeile eine Wand aus Breite und Höhe in Metern ein:
Wandfläche = 2 × (Länge + Breite) × Höhe oder Summe aller Wände (Breite × Höhe)
Leere Zeilen werden übersprungen, halb ausgefüllte gemeldet.
Türen und Fenster
Türen, Fenster und andere nicht gestrichene Flächen sind Rechtecke aus Breite und Höhe. Sie werden von der Wandfläche abgezogen:
Streichfläche Wand = Wandfläche − Summe der Abzüge
Sind die Abzüge so groß wie die Wandfläche oder größer, rechnet der Rechner nicht weiter und meldet es am Abzugsfeld. Laibungen, Zargen und Heizkörpernischen sind nicht enthalten.
Decke
Bei eingeschalteter Decke wird ihre Fläche addiert. Im Modus „Raummaß“ (Länge × Breite × Höhe) ist sie gleich Länge mal Breite, im Modus „Wände einzeln“ geben Sie die Fläche selbst an:
Streichfläche = Streichfläche Wand + Deckenfläche
Für Wände und Decke gelten dieselbe Farbe, dieselbe Zahl der Anstriche und derselbe Verbrauch. Weicht die Deckenfarbe ab, rechnen Sie getrennt.
Farbmenge
Liter = Streichfläche × Anstriche × Verbrauch [l/m²] × (1 + Zuschlag ÷ 100)
- Anstriche: 1, 2 oder 3. Vorgabe ist 2.
- Verbrauch: Vorgabe 0,15 l/m² je Anstrich. Erlaubt sind Werte bis 1 l/m². Die Vorgabe ist ein reichlich gewählter Planungswert, die verbreitete Faustregel liegt bei etwa 0,12 bis 0,15 l/m².
- Ergiebigkeit: Wählen Sie die Einheit m²/l, wird sie als Kehrwert umgerechnet: Verbrauch = 1 ÷ Ergiebigkeit. Erlaubt sind Werte bis 100 m²/l.
- Zuschlag Untergrund: als Richtwert, nicht aus einer Norm:
- Glatt: 0 %
- Rau: 10 %
- Stark saugend: 20 %
- Ergebnisse über 500 Liter lehnt der Rechner ab, weil sie meist auf einen Eingabefehler hindeuten.
Eimer-Kombination
Voreingestellt sind die Gebinde 2,5, 5, 10, 12,5 Liter. Sie lassen sich ändern oder leeren. Der Rechner prüft alle Kombinationen, die den Bedarf decken, und wählt:
- Ohne Preise: die Kombination mit der geringsten gekauften Menge, bei gleicher Menge die mit den wenigsten Eimern.
- Mit Preisen: sobald für mindestens ein Gebinde ein Preis steht, zählt der Gesamtpreis, dann die Menge, dann die Zahl der Eimer. Es werden nur Gebinde mit Preis verwendet.
Vor dem Aufrunden wird der Bedarf auf sechs Nachkommastellen gerundet, damit ein Rechenrest wie 10,0000000004 Liter keinen zusätzlichen Eimer auslöst. Beträge werden auf den Cent gerundet.
Eingabe und Ausgabe
Die Felder verstehen die deutsche Schreibweise mit Komma (2,5). Ein einzelner Punkt mit ein oder zwei Nachkommastellen gilt als Dezimalpunkt, ein Punkt mit drei Stellen (1.234) ist uneindeutig und löst eine Meldung aus. Negative Werte, Null bei Maßen und Textreste werden mit einer deutschen Meldung abgelehnt. Maße über 100 m (Länge, Breite) oder 20 m (Höhe) gelten als unplausibel. Ergebnisse erscheinen im deutschen Format. Der Rechner speichert nichts, weder auf einem Server noch im Browser.
Das Bild zeigt den Raum abgewickelt und maßstäblich. Die Größe von Türen und Fenstern stimmt, ihre Lage in der Wand ist schematisch: Der Rechner verteilt sie auf die Wände mit dem meisten freien Platz. Türen (ab 1,6 m Höhe) stehen auf dem Boden, Fenster auf 0,9 m Brüstungshöhe.
Rechenbeispiel von Hand
Raum 4 m × 3 m, Höhe 2,5 m, Tür 0,9 × 2,0 m, Fenster 1,2 × 1,2 m, ohne Decke, 2 Anstriche, 0,15 l/m², glatter Untergrund:
- Wandfläche: 2 × (4 + 3) × 2,5 = 35 m²
- Abzüge: 0,9 × 2,0 + 1,2 × 1,2 = 1,8 + 1,44 = 3,24 m²
- Streichfläche: 35 − 3,24 = 31,76 m²
- Farbe: 31,76 × 2 × 0,15 = 9,528 l, angezeigt als 9,53 l
- Eimer: 1 × 10 l, Rest 0,472 l
Dieses Beispiel ist als Test hinterlegt. Ändert sich die Rechenlogik, schlägt der Test fehl.
Quellen und Stand
- Deckvermögensklassen 1 bis 4 und Nassabriebklassen: Einteilung nach DIN EN 13300:2023-02, Beschichtungsstoffe für Wände und Decken im Innenbereich (DIN Media) und die Erläuterung im Auszug aus der Caparol-Innenfarbenbroschüre. Die Schwellen des Kontrastverhältnisses (99,5 %, 98 %, 95 %) nennt ergänzend eine Übersicht auf Wikipedia, abgerufen im Oktober 2026. Den Normtext haben wir nicht eingesehen. Die Klassen werden im Ratgeber nur erklärt, sie fließen nicht in die Rechnung ein.
- Spanne des Verbrauchs: Umwelt-Produktdeklaration Innenwandfarben auf Dispersionsbasis des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (Auftragsmengen 100 bis 500 g/m²), und Herstellerangaben von etwa 6 bis 8 m² je Liter im genannten Caparol-Auszug.
- Verbrauch von 0,12 bis 0,15 l/m² und Zuschläge für den Untergrund: verbreitete Faustregeln aus der Praxis, keine Normwerte und nicht an ein Produkt gebunden. Die Angaben des Herstellers haben Vorrang.
- Umrechnung zwischen Ergiebigkeit und Verbrauch: reine Mathematik, Verbrauch = 1 ÷ Ergiebigkeit.
Was der Rechner nicht kann
- Er ersetzt kein Aufmaß vor Ort und keine Beratung durch einen Malerbetrieb.
- Er kennt weder Farbe noch Untergrund im Einzelfall. Datenblatt und Eimeretikett gehen vor.
- Er rechnet Grundierung, Spachtel, Abklebeband und Abdeckung nicht mit.
- Er rechnet keine Schrägen und Rundungen. Zerlegen Sie solche Flächen in Rechtecke und nutzen Sie „Wände einzeln“.
- Er mischt keine Farbtöne und prüft keine Farbabweichungen zwischen Chargen.
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